Was man in Bremen sehen sollte: Reiseplan, Highlights & Touren

Was man in Bremen sehen sollte: Reiseplan, Highlights & Touren

Bremen ist eine 1.200 Jahre alte Hansestadt an der Weser, die für ihr gut erhaltenes mittelalterliches Zentrum bekannt ist. Zu den Highlights gehören der UNESCO-geschützte Marktplatz und das verwinkelte Schnoorviertel. Im historischen Zentrum stehen das Rathaus im Stil der Gotik-Renaissance (erbaut zwischen 1405 und 1410), der 12 Meter hohe Roland, der für bürgerliche Freiheit steht, und die Bronzeskulptur der Stadtmusikanten aus dem Märchen der Brüder Grimm. Im Schnoorviertel stehen 111 Fachwerkhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, in denen sich heute Kunsthandwerksläden, Galerien und gemütliche Cafés befinden. Die St. Petri-Kathedrale mit ihren beiden Türmen ragt aus der Skyline heraus, und die Böttcherstraße ist berühmt für ihre expressionistischen Gebäude aus den 1920er Jahren. Die Schlachtepromenade hat den alten Hafen in eine 2 km lange Strecke mit Restaurants, Biergärten und Bootsfahrten auf dem Fluss verwandelt. Die überschaubare Größe Bremens, das märchenhafte Flair und die kostenlosen Führungen machen die Stadt zu einem Muss für jeden Kulturinteressierten in Norddeutschland.


Schnelles Mitnehmen


Muss man gesehen haben: Mittelalterliches Viertel Schnoor, Marktplatz (Rathaus, Roland-Statue), Stadtmusikantenbronze, St. Petri-Dom, Böttcherstraße, Schlachte-Promenade, Birgitta-Kloster, Katzengang

Tagesbudget: 50-80 € (ohne Unterkunft)

Beste Zeit: Mai-September mildes Wetter (15-25°C), Feste im Freien; Weihnachtsmärkte November-Dezember; regnerischer Oktober-Januar vermeiden

Berühmt für: Gebrüder Grimm Stadtmusikanten, UNESCO Marktplatz, Schnoor (ältestes erhaltenes Viertel), hanseatisches Handelserbe, Weserhäfen

Top-Touren: Bremens historisches Herz entdecken.


Rathaus & Marktplatz


Town Hall in Bremen

Das Bremer Rathaus, das zwischen 1405 und 1410 erbaut wurde, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein beeindruckendes Beispiel für gotische Architektur mit einer Fassade im Stil der Weserrenaissance, die mit goldenen Reliefs, Statuen und kunstvollen Schnitzereien verziert ist. Die 12 Meter hohe Rolandstatue aus dem Jahr 1404 steht in der Nähe als Symbol für die Unabhängigkeit und das Marktrecht Bremens und ist das älteste städtische Denkmal in Norddeutschland. Auf dem Platz finden Wochenmärkte statt, auf denen lokale Produkte verkauft werden, und im Ratskeller, der aus dem Jahr 1405 stammt, werden historische deutsche Weine angeboten.

Praktische Informationen: Am Markt, Altstadt; Rathausführungen Mo-Sa 11-15 Uhr (5-8 €); Roland kostenlos zu besichtigen; Märkte Mo-Sa vormittags; 45-60 Min. Zeit einplanen; Platz für Rollstuhlfahrer.


Schnoorviertel Altstadt


Im Herzen Bremens liegt das Schnoorviertel mit seinen 111 Fachwerkhäusern, die sich durch verwinkelte Gassen ziehen. Der Name "Schnoor" kommt von dem Wort für "Seil" oder "Schnur" und spiegelt den engen Grundriss des Viertels wider. Diese Häuser stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, als hier Fischer und Seeleute lebten. Das Viertel überstand die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs und beherbergt heute Goldschmiede, Glasbläser, Boutiquen und sonntägliche Kunsthandwerksmärkte von April bis Dezember. Zu den Highlights gehören der Katzengang, eine der schmalsten Straßen Europas mit nur einem Meter Breite, die Ruinen des Birgitta-Klosters und Cafés, in denen das ganze Jahr über Bremer Klaben serviert werden.

Praktische Infos: Eingang Schnoorstraße; kostenloser Zugang für Fußgänger; tägliche Erkundung; 60-90 Minuten Spaziergang; fotogen; familienfreundlich; Geschäfte sonntags geschlossen, außer an Kunsthandwerkermarkttagen.


Statue der Bremer Stadtmusikanten


Gerhard Marcks schuf 1953 eine Bronzeskulptur, die das Märchen der Gebrüder Grimm aus dem Jahr 1819 zum Leben erweckt. Sie zeigt einen Esel, einen Hund, eine Katze und einen Hahn, die übereinander gestapelt sind und ihren Herren entkommen, um Musikanten zu werden. Der örtlichen Tradition zufolge soll das Reiben der Vorderbeine des Esels Wünsche erfüllen und zu Gegenbesuchen anregen. Das glänzende Messing zeigt, dass Millionen von Menschen dies versucht haben.

Praktische Informationen: Westseite des Rathauses, Marktplatz; kostenlos; rund um die Uhr zugänglich; unverzichtbarer Fotostopp; die Legende besagt, dass die Tiere mit ihrer "Musik" Räuber erschreckten.


St.-Petri-Kathedrale


Die romanisch-gotische Kathedrale mit ihren Zwillingstürmen wurde 1042 gegründet und zwischen 1180 und 1418 wiederaufgebaut. Seine 98 Meter hohen Türme ragen aus der Bremer Skyline heraus, und Sie können 325 Stufen hinaufsteigen, um einen Panoramablick über die Stadt und die Weser zu genießen. In der Krypta des Bleikellers befinden sich mumifizierte Leichen, die durch die trockene Luft konserviert wurden, und die astronomische Uhr ist ein schönes Beispiel mittelalterlicher Handwerkskunst, die jede Stunde ein Glockenspiel spielt.

Praktische Informationen: Sandstraße 10-12; Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa 10-22 Uhr, So 14-17 Uhr; Eintritt in die Kirche frei (Spende empfohlen), Turm 3 €; 45-60 Min. Zeit; Turm nicht rollstuhlgerecht.


Schlachte Weserpromenade


Bremens alter Hafen ist heute eine 2 km lange Uferpromenade mit Restaurants, Biergärten und historischen Schiffen am Flussufer. Die Promenade hat zwei Ebenen: obere Terrassen zum Essen und untere Wege zum Spazierengehen, mit Bänken, um die Schiffe auf der Weser zu beobachten. Samstags von Ende April bis September findet der Kajenmarkt mit Marktschreiern und maritimen Waren statt. Von der Martinianleger-Anlegestelle aus werden auch Bootstouren angeboten.

Praktische Infos: Ufer der Schlachte; freier Zugang; Restaurants von 11 bis 18 Uhr; 30-60 Minuten Fußweg; rollstuhlgerecht; probieren Sie die lokalen Spezialitäten Kohl und Pinkel oder frischen Aal.


Kostenlose Führungen


Bremen Centre

Die Tour "Entdecken Sie den Charme von Bremens historischem Herzen " erkundet das märchenhafte Flair der Altstadt, lokale Legenden und die hanseatische Geschichte in einem 90-minütigen Spaziergang, der von der französischsprachigen Stadtführerin Giliane geführt wird und am St. Petri Dom beginnt. Diese auf Tipps basierende Tour ist einfach zu buchen, kann kostenlos storniert werden und hat keine Mindestgruppengröße, so dass sie sich hervorragend für flexible Pläne eignet. Bremen bietet auf freetour.com auch mehr als drei kostenlose Touren in mehreren Sprachen an, die die Geschichte der Stadtmusikanten, das mittelalterliche Leben im Schnoor und UNESCO-Stätten behandeln.


Praktische Tipps


Anreise: Flughafen Bremen (BRE) 4 km südlich mit der Straßenbahnlinie 6 (15 Min., 3 €); Hamburg 1 Std. mit dem Zug nach Norden; Hannover 1 Std. nach Osten; die kompakte Altstadt ist zu 100 % zu Fuß erreichbar; Fahrradverleih vorhanden.

Unterkunft: Budget-Hotels 50-90 €/Nacht (Ibis Budget, prizeotel Bremen-City); Hostels/Gästehäuser 25-45 €; Januar-Februar am günstigsten; in der Hochsaison Mai-September im Voraus buchen.

Dauer des Besuchs: Halbtags: Marktplatz und Schnoor; ganztägig: Schlachte, Böttcherstraße und Domturm; Übernachtung empfohlen für Weihnachtsmärkte oder den Freimarkt im Oktober.


Wetter in Bremen


In Bremen herrscht ein gemäßigtes maritimes Klima mit ganzjährig milden Bedingungen, aber häufigen Niederschlägen. Vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst (Mai-September) herrschen die wärmsten Temperaturen (15-25 °C), und die langen Tageslichtstunden sind ideal für Erkundungen im Freien und Schlachte-Essen. In den Wintermonaten (Dezember-Februar) liegen die Temperaturen im Durchschnitt bei 0-6 °C, gelegentlich fällt Schnee, was eine gemütliche Weihnachtsmarktatmosphäre schafft, aber warme Kleidung erfordert. Von Oktober bis Januar regnet es am meisten, packen Sie also wasserdichte Kleidung ein.


Kurze Geschichte


Das 787 n. Chr. als Bischofssitz gegründete Bremen trat 1358 der Hanse bei, wurde Freie Reichsstadt und erlangte eine Unabhängigkeit, die bis zur deutschen Wiedervereinigung andauerte. Der Reichtum der Stadt aus dem Seehandel ermöglichte den Bau des prächtigen Rathauses und die Finanzierung des Rolands als Symbole der städtischen Autonomie. Die Brüder Grimm veröffentlichten 1819 die "Bremer Stadtmusikanten" und festigten damit die märchenhafte Identität der Stadt. Durch den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg blieben der historische Schnoor und der Marktplatz erhalten und wurden 2004 von der UNESCO anerkannt.


FAQ über Bremen


Was ist das Besondere am Schnoor?

Europas besterhaltenes mittelalterliches Fischerviertel mit authentischen Holzhäusern aus dem 15. bis 16. Jahrhundert in einem engen Labyrinth.

Was bedeutet die Legende der Stadtmusikanten?

Vier in die Jahre gekommene Tiere flohen nach Bremen, um als Musiker die Freiheit zu erlangen. Sie symbolisieren das Motto der Stadt: Unabhängigkeit und Neuerfindung.

Die beste Zeit für einen Besuch in Bremen?

Mai-September für warmes Wetter und Festivals; Ende November-Dezember für die Weihnachtsmärkte.

Wie hoch ist das Tagesbudget?

50-80 € für Mahlzeiten (15-25 €), Transport (3 €), Sehenswürdigkeiten (meist kostenlos/günstig).

Von Hamburg aus?

Direkte Züge alle 30-60 Minuten, 1 Stunde Fahrzeit; einfacher Tagesausflug oder Zwischenstopp.